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Archiv Zusammenfassungen Wetter 2011 Januar
Der Januar 2011
war mit einer Mitteltemperatur von rund 0 °C im Vergleich zu den
langjährigen Normwerten von Bern 1 K zu warm. Mit 9,9 °C als
absolutes Maximum war er im Vergleich zum Monat Januar der
Vorjahre wiederum recht warm, betrug dieses doch im Januar 2010
nur 4,4 °C und im Januar 2009 5,4 °C. Im Januar 2011 waren zwar
14 Eistage (überdurchschnittlich), dagegen aber nur 19 Frosttage
(deutlich unterdurchschnittlich) zu verzeichnen. Februar Der Februar 2011 war mit einer Mitteltemperatur von 2,4 °C, was einer Abweichung von +1,6 K gegenüber den Normwerten von Bern entspricht, deutlich zu warm. Auch war er mit nur 39,4 mm, wie bereits der Januar, viel zu trocken (Normwert 73 mm). Weiter fiel nur an 6 Tagen 1 mm Niederschlag oder mehr – normal wären deren 11! Entsprechend liess der Februar auch alle Schneewünsche offen: Die Neuschneesumme belief sich auf gerade einmal 20 cm bei einer maximalen Schneehöhe von 10 cm. Vom 10. bis 19. Februar lagen nur noch Schneereste. Dafür hat die Sonne mit knapp 100 Stunden 15 % Überstunden geleistet. Details zum Niederschlag: Bis zum 20. Februar ist mit 1,2 mm so gut wie kein Niederschlag gefallen. Erst zu Monatsende kam wieder etwas von oben herab. Beachtet man weiter, dass in den letzten 11 Januartagen nur gerade 0,6 mm gefallen waren, ergibt sich fast gar ein Niederschlagsfreier Monat! Weiter war der Februar 2011 äusserst windschwache: Die maximale Windböe betrug gerade einmal 32 km/h! Seit 2006 gab es nie einen Februar mit einer maximalen Windböe unter 56 km/h. Beim Mittelwind sieht es nicht anders aus. Phänologisch lässt sich festhalten, dass bereits Mitte Februar die ersten Schneeglöckchen zu blühen begonnen haben - entgegen Mitte März in den drei vorangehenden Jahren. März Der Trend aus den beiden vorangehenden Monaten setzte sich auch im März fort: Mild, trocken und sonnig.
Mit einer
Mitteltemperatur von 5,27 °C war es im Vergleich zum Mittel aus
Bern rund 1,37 K zu mild – höhenkompensiert gar gute 3 K. Das
absolute Minimum betrug -4,8 °C, währenddem die Höchsttemperatur
mit 16,8 °C schon frühsommerliche Werte erreichte.
Dramatisch wird
es langsam aber sicher mit dem Niederschlag: Nach drei deutlich
zu trockenen Jahren und dem Januar mit nur 48,5 % sowie dem
Februar mit 54 % des Monatsolls fielen im März mit 33,4 mm nicht
einmal 40 % des Monatsolls. Damit beläuft sich der bisherige
Jahresniederschlag auf 110,6 mm – normal bis Ende März wären 235
mm! Der März 2011 war zudem der trockenste seit Messbeginn
Anfang 2005. Mit 165 Stunden leistete die Sonne fast 40 Überstunden. Vom 20. bis 25. März wurde dabei täglich die maximale Sonnenscheindauer erreicht.
Äusserst mager
fiel die Schneeausbeute aus: Nur an einem einzigen Tag waren
Schneeflocken auszumachen, jedoch blieb kein Schnee liegen.
Entsprechend beträgt die Neuschneesumme 0 cm, währenddem sich
die aus dem Februar stammende Gesamtschneehöhe auf höchstens 6
cm belief. April
Der April 2011
war wiederum viel zu warm. Egal ob auf die Mitteltemperatur, die
durchschnittliche Maximaltemperatur oder die durchschnittliche
Minimaltemperatur bezogen, überall resultierte eine Abweichung
von mindestens 3,1 K (gegenüber dem Normwert der 300 m tiefer
gelegenen Station in Bern). Höhenkompensiert war der April also
rund 5 K zu heiss. Damit war es im April 2011 sogar noch wärmer,
als in einem durchschnittlichen Mai! Niederschlagsmässig legte der April 2011 gegenüber den Vormonaten betreffend der Trockenheit noch einen Zacken zu: Fielen im Januar 48,5 % des Monatsolls, im Februar 54 % und im März 39,8 %, waren es im April nur noch 29,1 % - etwas mehr als ¼ der üblichen Menge! Dabei fielen vom 4. bis 23. April nur 1,2 mm Niederschlag. Schmelzwasser gab es im Gegensatz zu allen vorangehenden Aprilmonaten seit Messbeginn vor 7 Jahren überhaupt keines mehr, denn dies ist der erste April seit Messbeginn der Schneehöhe, in dem kein Schnee und keine Schneereste lagen! Einen Spitzenwert erreichte die Sonnenscheindauer: Mit gut 240 Stunden schien die Sonne 60 % mehr als im langjährigen Mittel. An keinem der 30 Tage war sie nie zu sehen. Am 23. April waren hier die ersten Donner des Jahres zu hören – so spät wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn der Gewittertage im Jahre 2006. In den letzten Tagen brachten dann verbreitetere Gewitter viele Blitze, allerdings verhältnismässig (mit einigen Ausnahmen) nur geringe Niederschläge. Sonniger, trockener und wärmer war nur der Jahrhundertapril 2007, auf den ein äusserst nasser Sommer folgte. Ob es dieses Jahr wieder so kommt? Der Natur würde es sicher gut tun, um den durch bereits drei vorangehende zu trockene Jahre tiefen Grundwasserspiegel etwas zu entlasten. Allerdings glaube ich es erst, wenn meine Wetterstation wieder mehrmals über längere Zeit vermeldet: „It’s raining cats and dogs“ ;-). Mai Ich schätze mich glücklich, beim Mai 2011 für einmal nicht die stärksten Superlative hervornehmen zu müssen – zumindest nicht beim Niederschlag: Mit 113 mm sind immerhin rund drei Viertel der üblichen Mainiederschlagsmenge gefallen. Zwar waren es nur an acht Tagen >= 1 mm, dafür gleich an fünf davon >= 10 mm. Ca. 15 mm fielen gleich zu Monatsbeginn, weitere gut 60 mm zur Monatsmitte und nach einer fast 15-tägigen Trockenperiode fiel zu Monatsende wieder richtig messbarer Niederschlag.
Die drei
„Hauptniederschläge“ repräsentieren sehr gut den
Temperaturverlauf: Die Maximaltemperatur lag abgesehen von
diesen drei Einschnitten meist um 20 °C. Mit 25,3 °C wurde
zu Monatsende der erste Sommertag des Jahres registriert.
Frosttage gab es keine mehr, zumindest nicht bezogen auf die
2 m Temperatur. Auch kalte Tage gab es keine (pünktlich zum
meteorologischen Sommeranfang hatten wir gestern mit einer
Tmax von 9,4 °C allerdings einen solchen). Schliesslich leistete die Sonne mit 241 Stunden knapp 70 Überstunden. Im Vergleich zum letztjährigen Mai war die Sonne in diesem Mai gar mehr als doppelt so oft zu sehen! In den letzten sechs Jahren ist dies der erste Mai, an dem die Sonne täglich zu sehen war. Getröpfelt (auch unmessbar) hat es an 13 Tagen. Letztes Jahr war dies an 25 Tagen der Fall, im Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2010 an 19 Tagen. Weiter waren an immerhin neun Tagen Donner zu vernehmen. Dies entspricht der höchsten Zahl an Gewittertagen seit Messbeginn 2006. Juni
Dieser Monat war knappe
zwei Grad zu warm (höhendifferenzkompensiert). Die
Temperaturspanne reichte von 4,6 °C am 1. Juni, wo mit einer
Tmax von 9,4 °C sogar ein Kalter Tag registriert wurde, bis
zu 29,2 °C am 27. Juni. Im Juni 2011 waren keine neuen Rekorde zu verzeichnen. Der Juni ist übrigens der wohl ausgeglichenste Monat in meinen Aufzeichnungen. Da reihte sich auch der diesjährige Juni sehr gut ins Konzept ein. Juli
Der Juli ist vorbei – ein
Monat, der vielen von euch möglicherweise nicht als
Sommermonat in Erinnerung bleiben wird. Diese Meinung wurde
ab Mitte Juli täglich auch durch viele Medien verbreitet,
selbst wenn sie den tatsächlichen Bedingungen nicht ganz
gerecht wurde:
Trotz der anfänglich hohen
Temperaturen war es ab dem 8. Juli meist sehr feucht. So war
der Juli mit einer durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit von
fast 80 % der feuchteste seit mindestens 2007. Dies kam an
vielen Niederschlagstagen zum Ausdruck. An 20 Tagen fiel
Niederschlag, davon an 18 Tagen 1 mm oder mehr. Vom 7. bis
zum 30. Juli gab es nur gerade fünf trockene Tage. Insgesamt
fielen 193,6 mm, womit der Juli 2011 der erste zu nasse
Monat dieses Jahres und der zweitnasseste Juli seit
Messbeginn 2004 wurde. Den mit 288 mm bisherigen
Rekordhalter Juli 2007 vermochte dieser Juli allerdings bei
weitem nicht abzulösen. Der meiste Niederschlag fiel mit
38,2 mm am 13. Juli, als ein verbreiteter Hitzetag mit Hagel
bis 7 cm (auch in der Schweiz!) und einem Downburst beendet
wurde (weitere Infos zum Downburst:
http://www.regiolive.ch/?rub=8&id=46162
sowie zum Grosshagel in Oltingen:
http://www.meteoradar.ch/forum/viewtopic.php?f=2&t=7679&start=300).
Schliesslich schien die
Sonne mit 189 Stunden rund 20 % zu wenig. Dafür war sie an
ganzen 31 Tagen zu sehen! August Der August 2011 war DER Sommermonat dieses Jahres. Sowohl bei der Temperatur als auch bei der Sonnenscheindauer übertraf er den Durchschnittsaugust bei Weitem. Die Rekorde purzelten nur so:
-Mit 30,6 °C wurde die
höchste Augusttemperatur seit mindestens 2006 registriert (Tmax
seit 2006 strahlungsgeschützt gemessen). In Anbetracht der oben aufgeführten Rekorde erstaunt es wenig, dass der August 2011 mit einer Durchschnittstemperatur von 18 °C gut 3 K zu warm war. Mit gut 225 Sonnenstunden leistete die Sonne nahezu dreissig Überstunden. Nur der August 2009 war noch leicht sonniger. Niederschlag fiel an nur 16 Tagen. Einzig im August 2009 waren noch weniger Niederschlagstage zu verzeichnen. 1 mm oder mehr fiel sogar nur an acht Tagen. Damit resultierte mit einer Monatssumme von 95,8 mm ein Defizit von ziemlich genau 50 mm. Es gab schon Augustmonate, in denen die dreifache Menge heruntergekommen ist! September Anstelle des ersten Herbstmonats haben wir einen Hochsommermonat hinter uns! Temperaturen wie üblicherweise im Juli, 16 Warme Tage und 29 Tage mit einer Maximaltemperatur über 14,7 °C, 18 Tage ohne messbaren Niederschlag sowie täglicher Sonnenschein sind nur einige der Charakteristiken des September 2011.
Mit einer Mitteltemperatur
von 15,42 °C war es gut 1,8 K zu heiss (im Vergleich zu
Bern). Höhenkompensiert resultierte also ein
Temperaturüberschuss von 3,5 bis 4 K! Die Minimaltemperatur
von 5,4 °C am 19. September ist im langjährigen Vergleich
relativ hoch. Ebenso die Maximaltemperatur von 26,1 °C vom
3. September. Der September ist somit nach dem August der
zweitwärmste Monat dieses Jahres. Dank der einzigen Kaltfront am 18. September und des mit ihr gefallenen Niederschlags, wo unsere Region verhältnismässig gut geduscht wurde und unter den Top 10 der über 400 Wetterstationen von Kachelmann auftauchte, war der September mit 98 mm normal nass. Anders die Sonnenscheindauer: Die Sonne leistete bereits wieder Überstunden. Mit 184 Stunden war der September so sonnig wie noch keiner vor ihm seit immerhin mindestens 2005.
Trotz dieser klimatisch
unerfreulichen Messwerte hoffe ich, dass ihr den September
in vollen Zügen geniessen konntet. Mit einer Nullgradgrenze,
die zeitweise bis gegen 4900 m anstieg, war es auch in der
Höhe ausserordentlich heiss. Oktober Der goldige Oktober brachte seinem Namen in diesem Jahr alle Ehren: Es gab nur vereinzelt Niederschlagstage, der Nebel hielt sich in Grenzen und die Sonne strahlte dermassen oft vom Himmel wie noch nie seit Messbeginn. Temperaturmässig haben wir mit einer Mitteltemperatur von 9,08 °C, die gegenüber dem Mittel von Bern einem Überschuss von 0,28 °C entspricht, den zweitwärmsten Oktober seit Messbeginn 2006 hinter uns. Zu erwähnen sind sicherlich die sehr hohen Temperaturen gleich zu Monatsbeginn, wo vier Tage in Folge eine Temperatur von mehr als 20 °C registriert wurde. Dies entspricht vier sogenannt Warmen Tagen. So viel waren zuvor erst im Oktober 2006 registriert worden. Gleich darauf gab es einen markanten Kälteeinbruch, womit am 8. Oktober mit 5,7 °C die tiefste Maximaltemperatur dieses Monats registriert wurde. Vom 19. bis 24. Oktober erreichten die Minimaltemperaturen das tiefste Niveau und mit -0,9 °C sowie -1,2 °C wurden die ersten zwei Frosttage des Winterhalbjahres 2011/2012 registriert. Mit zwei Frosttagen konnte wiederum nur der Oktober 2006 mithalten, in welchem kein einziger registriert worden war, zumal uns alle Oktober der dazwischen liegenden Jahre mindestens drei Frosttage beschert hatten. Der am 20. September begonnenen Trockenperiode wurde erst am 6. Oktober ein Ende gesetzt. Vom 6. bis 10. Oktober fiel mit gut 82 % auch gleich der Hauptteil der Oktoberniederschläge. Nur am 19. Oktober fiel noch einmal >=1 mm Niederschlag (die mehrfach auftretenden 0,2 mm sind als Tau zu interpretieren). Dann waren auch die ersten Schneeflocken dieses Winterhalbjahres auszumachen. Liegen blieb der Schnee allerdings nicht – das erste Mal seit dem auch schneefreien Oktober 2006! Somit resultierten an nur sechs Tagen mit >=1 mm 69,8 mm, was gut 8 mm weniger als der üblichen Oktobermenge entspricht.
Schliesslich leistete die
Sonne massenhaft Überstunden: Statt der üblichen 119 Stunden
war sie hier während ganzen 169h 35min zu sehen! Dies
entspricht 42 % mehr als der üblichen
Oktobersonnenscheindauer und übertrifft selbst die
diesjährige Junisonnenscheindauer um mehr als 20 h! Umso
erstaunlicher wird dieser Überschuss wenn man bedenkt, dass
hier die Sonne Ende Oktober erst Mitte Vormittag über den
Wald zur Messstation kommt. November
Mit dem November 2011 steht der weitaus
trockenste Monat seit Messbeginn vor 8 Jahren hinter uns. Mit
nur gerade 4 mm ist er noch 5-mal trockener als der bisher
trockenste Monat – der Januar 2006! Damit sind nur 4 % des
üblichen November-Niederschlags von 86 mm gefallen.
Temperaturmässig könnte der November den Anschein
machen, er sei einfach deutlich zu warm gewesen (+2,1 K
gegenüber dem langjährigen Mittel aus Bern-Zollikofen). Hier
lohnt es sich allerdings, noch genauer hinzuschauen.
Beispielsweise am kältesten Tag, dem 15. November, wurde eine
Minimaltemperatur von -5,3 °C registriert. Damit war es hier,
gerade knapp über der Nebelobergrenze, wie bereits am Vortag gut
1 °C kälter als auf dem Jungfraujoch! Gleichzeitig registrierten
Pilatus und Säntis Temperaturen um 5 °C über Null. Das heisst,
es war höchstens schein-kalt, die Wärme „hockte“ in den Bergen. Mit gut 88 Sonnenstunden war der November mehr als 20 Stunden sonnenreicher als der bisher sonnigste November – der November 2006. Nebst Niederschlag und Sonnenscheindauer kann auch der Wind im November 2011 mit einem Rekord aufwarten: Einem äusserst langweiligen Rekord für einen Wetterfreak: Von Sturm war weit und breit keine Spur, erreichte doch die maximale Windböe gerade einmal 23 km/h. Der durchschnittliche Wind lag mit 2 km/h rund 3 km/h tiefer als üblich. Dezember Mit dem diesjährigen Dezember ist der weitaus wärmste Dezember seit Messbeginn 2006 zu Ende gegangen. Dies mit einer Mitteltemperatur von 2,42 °C. Damit war er mehr als vier Grad wärmer als der letztjährige Dezember.
Nicht nur bei der
Mitteltemperatur schwang er oben aus: Auch bei der
Maximaltemperatur. 11,5 °C wurden am 2. Dezember
registriert. Höhere Dezembertemperaturen wurden zuletzt im
Jahr 2006 gemessen. Die Minimaltemperatur von -6,5 °C
widerspiegelt bereits, dass es nie wirklich kalt wurde (es
gab nur zwei Eistage): Dies ist die höchste
Dezemberminimaltemperatur seit Messbeginn! Zum Vergleich: Im
Dezember 2010 gab es 14 Eistage!Es mag erstaunen, dass trotz
deutlich zu wenig Sonne (nur 25 statt 49 Sonnenstunden) und
viel zu viel Niederschlag (147,6 mm entsprechen einem
Überschuss von ca. 90 %) solch hohe Temperaturen registriert
wurden. Dies ist wohl auf ausbleibende Bisen- und
Hochnebellagen (es gab nur einen Nebel-& Hochnebeltag; im
Mittel von 2006 bis 2010 waren es gut deren zwölf!)
zurückzuführen, welche kalte kontinentale Luft aus
Nordosteuropa zu uns gebracht hätte. Erwähnenswert ist weiter, dass uns am 16. Dezember Sturmtief Joachim mit 93 km/h die zweithöchste Windböe seit Messbeginn Mitte 2005 gebracht hat. Am selben Tag wurde ebenfalls der tiefste Luftdruck dieses Jahres und dritttiefste überhaupt gemessen: 985,6 hPa. Nur neun Tage später wurde der höchste diesjährige Luftdruck und zweithöchste überhaupt gemessen: 1041,3 hPa! Jahr
Wie zu erwarten war, geht
das Jahr 2011 als viel zu warm in die Annalen ein: Selbst im
Vergleich zu Bern war der Juli der einzige zu kalte Monat.
Die anderen Monate wiesen zum Teil extreme Abweichungen bis
+4 K auf (ohne die Höhendifferenz zur Referenzstation Bern
mit zu berücksichtigen!). So liegt die
Jahresmitteltemperatur mit 9,4 °C genau 1,5 K über dem
Mittel von Bern. Dazu war bis auf die drei Monate Juli, September und Dezember jeder Monat zum Teil deutlich zu trocken. Beispielsweise fielen im November nur gerade 4 mm. Selbst der Dezember als zweitnassester Monat dieses Jahres vermochte ein Defizit von gut 250 mm nicht zu verhindern.
Mehr als 200 Überstunden
leistete unser Wetterantrieb, die Sonne: Mit 1849
Sonnenstunden ist das Jahr 2011 das sonnigste seit
Messbeginn 2006! Beeindruckend ist insbesondere, dass der
April mit 240 Sonnenstunden nur wegen einer fehlenden Stunde
nicht zum sonnigsten Monat des Jahres wurde! Noch in keinem Jahr betrug die maximale Schneehöhe nur 30 cm. Bisher lagen immer mindestens einmal im Jahr 32 oder mehr Zentimeter. Spitzenreiter ist nach wie vor das Jahr 2009, wo Anfang März 75 cm lagen! Da der Winter 2010/2011 sozusagen schon Anfang Januar fertig war, passt auch die Neuschneesumme von 104 cm schlecht in den Vergleich zu den Vorjahren mit 237 cm im 2009 und 228 cm im 2010. |
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